Informationen ISU

Grundinformationen:

In Haseldorf gibt es ein Gebäude, das „Elbmarschenhaus“ genannt wird. Hier befindet sich die “Integrierte Station Unterelbe“. Diese wurde im Jahr 2006 eröffnet. Sie soll dafür sorgen, dass in den holsteinischen Elbmarschen die Natur geschützt wird. Außerdem soll der Landwirtschaft geholfen werden. Gegründet wurde diese Station von verschiedenen Vereinen, die sich mit Natur oder auch mit Tourismus befassen. Und die Menschen, die zur Erholung herkommen sollen sich auch wohlfühlen. Für das alles ist die Station zuständig. Die Station befindet sich auf dem Gutshof in Haseldorf im Kreis Pinneberg. In dem Haus wurde alles repariert und neu gemacht. Jetzt trägt es den Namen „Elbmarschenhaus“. Im Erdgeschoss und auch draußen kann man viel erleben und lernen. Es gibt hier viele Informationen über Natur und auch die Freizeitmöglichkeiten an der Elbe. Man kann sich unter Apfelbäume setzen, an denen alte Apfelsorten hängen. Große und kleine Kinder können hier sehr gut spielen. Pro Jahr kommen hier ungefähr 10-Tausend Menschen her. Das Naturschutzgebiet um das sich die Integrierte Station Unterelbe kümmert, ist über 2-Tausend Hektar groß. Das sind fast 3-Tausend Fußballfelder. Die Station kümmert sich um das Gebiet der holsteinischen Elbmarschen zwischen Wedel und dem Nationalpark Wattenmeer. In diesem Gebiet leben viele Tiere und Pflanzen, die geschützt werden müssen. Viele Arten von diesen Tieren und Pflanzen sind bedroht. Das heißt, wenn sie nicht geschützt werden, sterben sie aus.

Hier finden Sie einige Tiere, die in der Haseldorfer Marsch leben:

Graureiher

Der Graureiher ist auch bekannt als Fischreiher. Er ist an der Stirn weiß. Auch ein großer Teil vom Kopf ist weiß.
Am Kopf hat er drei lange, schwarze Federn. Wenn er die Flügel ausbreitet, kann er fast 2 Meter breit sein. Die Graureiher findet man an vielen verschiedenen Orten. Hauptsache es sind Gewässer in der Nähe. Außerdem müssen sie dort genügend Futter vorfinden. Deswegen können sie am See oder an einem Fluss zu Hause sein. Oder auch in Sümpfen.

Beim Suchen nach Beute ist der Graureiher meistens allein. Er geht mit seinen langen Beinen ganz ruhig durch das flache Wasser. Wenn er Beute sieht, dann sticht er mit seinem Schnabel blitzschnell zu. Er frisst am liebsten kleine Fische, Frösche oder Molche. Seine Nahrung schluckt er im ganzen Stück herunter.

Ihr Nest bauen Graureiher oben in den Bäumen. Die Nester sind nicht sehr stabil. Sie bestehen aus Reisig. Beim Bauen machen sowohl das Männchen als auch das Weibchen mit. Die Weibchen legen in das Nest immer ungefähr 4 oder 5 Eier.

In Haseldorf gibt es eine große Gruppe von Graureihern. Sie leben dort in einem Schutzgebiet. Das heißt, man darf die Tiere nicht jagen und auch nicht anders stören. Es gibt dort ziemlich viele Graureiher. Dort sind fast 280 Paare.

Reiherente

Die Reiherente ist ein Entenvogel. Sie ist eine Tauchente. Sie ist kleiner als die Stockente. Sie hat einen kurzen Schnabel und einen runden Kopf. Sie besitzen leuchtend gelbe Augen. Reiherenten gibt es auf Seen, Flüssen und Bächen. Aber die Gewässer dürfen nicht sehr flach sein. Sie halten sich am Ufer auf, das mit Schilf bewachsen ist. Man sie kann sie auch in der Stadt treffen. Dort halten sie sich in Parks auf. Ihre Nahrung suchen sich Reiherenten meistens morgens oder abends. Dabei fressen sie sowohl Tiere als auch Pflanzen. Sie fressen gern Samen oder Teile von Wasserpflanzen. Meistens fressen sie aber Tiere. Zum Beispiel Würmer und Insekten. Die Reiherenten könnten mit 1 oder 2 Jahren Junge bekommen. Sie suchen sich im Winter einen Partner. Ab April werden die Eier gelegt. Die Weibchen legen meist 6 bis 10 Eier. Die sind blaugrün oder graugrün.
Wenn Gefahr droht, tauchen die Reiherenten am liebsten im Wasser unter. Manchmal geht das aber nicht. Dann müssen sie fliegen. Sie brauchen aber Anlauf auf dem Wasser um in die Luft zu kommen. In der Luft können sie dann aber sehr gut fliegen.

Kiebitz

Der Kiebitz ist eine Vogelart. Man sieht ihn häufig in der Marsch und auf Weiden. Er wird ungefähr so groß wie eine Taube. Sie haben ein grün-graues Gefieder. Der Bauch ist weiß. Kiebitze wohnen dort, wo kurzes oder gar kein Gras ist. Zum Beispiel auf Wiesen und Weiden. Auch am Rand von Gewässern oder Mooren. Im Winter sind sie oft auf Feldern, die schon abgeerntet sind. Die Umgebung darf nur nicht zu stark mit Bäumen bewachsen sein. Kiebitze fressen gern Insekten und die Larven. Außerdem ernähren sie sich von Würmern und Schnecken.
Pflanzliches fressen sie nur, wenn es nicht nötig ist. Dann fressen sie Samen, die am Boden liegen. Sie fressen sowohl tagsüber als auch nachts. Kiebitze suchen sich nicht jedes Jahr einen neuen Partner. Wenn sich zwei gefunden haben, bleiben sie ihr Leben lang zusammen. Sie bauen ihr Nest dort, wo sie selber auch geboren sind.
Dort legen die Weibchen dann meist 4 Eier. 3 oder 4 Wochen später schlüpfen die Küken. Die Feinde des Kiebitz sind zum Beispiel das Weidevieh. Das zertrampelt oft die Eier. Außerdem gibt es noch einige Tiere die die Eier aus dem Nest klauen. Dazu gehören Füchse oder Marder. Das Hermelin und die Rabenkrähe sind auch gefährlich.

Nonnengans

Die Nonnengans ist ein Vogel. Eigentlich heißt sie Weißwangengans. Sie hat aber Ähnlichkeit mit einer Nonne.
Daher kommt der Spitzname. Sie hat ein weißes Gesicht und einen Hals. Nonnengänse leben im Sommer ganz weit im Norden. Im Herbst ziehen sie dann Richtung Süden und kommen bei uns an. Sie bleiben dann den Winter über hier. Sie sind oft in größeren Gruppen zu sehen. Wenn sie losziehen, können sie manchmal zu sehr großen Gruppen zusammenfinden. Im Winter fressen die Nonnengänse meist kurzes Gras. Aber sie fressen auch andere Pflanzen. Im Frühjahr nehmen sie sich auch die Knospen von Weidenbäume. Manchmal fangen sie sich auch kleine Tiere. Wie zum Beispiel Wasserinsekten. Die Nonnengänse brüten an Orten, wo andere Tiere nur schlecht hinkommen. Man kommt an die Nistplätze nur fliegend  ran. Ende Mai oder Anfang Juni fangen sie an zu brüten.
Das Nest befindet sich am Boden. Ins Nest werden 3 bis 5 Eier gelegt. Die Nonnengänse haben auch einige Feinde. Dazu gehören die Raubtiere. Zum Beispiel auch Füchse. Oder auch Raubmöwen. Aber viele Tiere kommen nicht an die Nester ran.

Seeadler

Der Seeadler ist ein Greifvogel. Er gehört zu den größten Greifvögeln in Europa. Er hat einen sehr kräftigen Körper. Auch der Hals ist kräftig und lang. Der Körper ist überwiegend braun. Den Seeadler findet man an großen Gewässern. Dort findet er nämlich seine Nahrung. Er lebt an Flüssen. Oder an großen Seen oder an der Küste. Es gibt ihn in fast ganz Mitteleuropa. Die Nahrung vom Seeadler besteht aus verschiedenen Tieren. Meistens sind das Fische. Oder auch Vögel die am Wasser leben. Manchmal fressen sie auch Aas. Ganz selten fangen sie aber auch Kaninchen oder Feldhasen. Das Nest vom Seeadler nennt man Horst. Das ist ein sehr großes Nest. Es wird meist in alten Bäumen gebaut. Die Seeadler brüten darin von Februar bis März. Sie legen zwischen 1 und 3 weiße Eier. Viele Seeadler sterben leider zu früh. Wie bei vielen anderen Tieren, passiert das durch den Menschen. Der Mensch baut nämlich Stromleitungen. Oder in Schleswig-Holstein auch viele Windräder. Da verletzen sich die Tiere dran und sterben dann.

Kormoran

Der Kormoran ist ein Vogel. Er ist ungefähr so groß wie eine Gans. Die Männchen sind größer und schwerer als die Weibchen. Der Schnabel hat am Ende einen Haken. Wenn er seine Flügel ausbreitet ist er über 1 Meter breit. Der Kormoran lebt dort wo viel Wasser sind. Das kann zum Beispiel an der Meeresküste sein. Aber auch an großen Flüssen und Seen. Dort wo kein Wasser ist, ist er nicht zu finden. Der Kormoran frisst gern Fische. Er taucht dann unter Wasser und jagt die Fische. Manchmal kann er bis zu 1 Minute unter Wasser bleiben. Die Fische packt er dann mit seinem Hakenschnabel. Er fängt sie meistens in einer Tiefe bis zu 3 Metern. Kormorane bauen ihre Nester in der Nähe von vielen anderen Kormorannestern. Sie bauen sie in hohen Bäumen. In der Nähe müssen aber Gewässer sein. Sie legen in die Nester meistens 3 oder 4 Eier.Die Eier sind hellblau und haben einen weißen Überzug. Es heißt manchmal, dass Kormorane keine Feinde haben. Das stimmt aber nicht. Der Fuchs ist zum Beispiel ein Feind. Und auch Habicht und Möwen und Krähen können gefährlich sein.

Fledermaus

Fledermäuse sieht man leider nicht so oft. Tagsüber schlafen sie in ihren Höhlen und Verstecken. Nachts sind sie unterwegs. Dann gehen sie zum Beispiel auf die Jagd. Aber nachts schlafen die Menschen. Deshalb treffen sie nur sehr selten Fledermäuse an. Wenn die Fledermäuse tagsüber schlafen, legen sie sich nicht auf den Boden. Sie haben Krallen an den Hinterbeinen. Mit ihnen können sie sich aufhängen. Der Kopf hängt dann nach unten. Meistens hängen die Fledermäuse beim Schlafen ganz eng beieinander. Somit können sie sich gegenseitig wärmen. Die meisten Fledermäuse fressen gern Insekten. Manchmal fangen sie diese einfach aus der Luft. Es gibt auch ein paar größere Arten, die größere Tiere fressen. Sie fangen oft Käfer vom Boden oder sammeln Maikäfer von Blättern ab. Die gefährlichsten Feinde von Fledermäusen sind Katzen und große Vögel. Fledermäuse können 20 bis 30 Jahre alt werden. Das ist für so kleine Tiere ganz schön alt. Fledermäuse können sich sogar im Dunkeln gut zurechtfinden. Früher dachten die Menschen, dass sie besonders gute Augen haben. Heute weiß man aber, dass sie Schreie ausstoßen. Wenn ein Hindernis im Weg ist, werden die Schreie zurückgeworfen. Man nennt das ein Echo. Dann wissen die Fledermäuse, dass sie ausweichen müssen. Die Schreie sind so hoch, dass die Menschen sie nicht hören können. Viele Menschen denken, dass Fledermäuse gefährlich sind. Aber für Menschen sind sie das nicht. Sie haben viel mehr Angst vor den Menschen als umgekehrt. In Wirklichkeit möchten sie einfach nur ihre Ruhe haben.

Weiterführende Informationen

Aufgaben und Ziele:

Die Integrierte Station Unterelbe soll Ziele des Naturschutzes mit denen des Tourismus, der Landwirtschaft und weiteren Nutzungen in den holsteinischen Elbmarschen vereinbaren und die vorhandenen Synergien besser nutzen. Durch die Förderung eines naturveträglichen Tourismus soll sich die Region auf der Basis der vorhandenen, charakteristischen Natur- und Kulturlandschaft noch mehr als bisher zum Erholungsraum für die Metropolregion Hamburg entwickeln, um die regionale Wirtschaft zu stärken und insbesondere den Landwirten zusätzliche Einkommensperspektiven zu eröffnen. Gleichzeitig soll der Erhaltungszustand der Arten und Lebensräume, insbesondere in den europäischen Schutzgebieten "NATURA 2000" in enger Kooperation mit allen Beteiligten verbessert werden.

Stationsgebäude:

Die Integrierte Station Unterelbe befindet sich auf dem Gutshof in Haseldorf, Kreis Pinneberg. Das historische Verwalterhaus des Gutes wurde restauriert und heißt jetzt Elbmarschenhaus. Im Erdgeschoss des Gebäudes und auf 7.000 qm Außenfläche ist ein Erlebnis- und Informationszentrum für die Besucherinnen und Besucher der Marsch entstanden. Das Konzept für die Ausstellung im Elbmarschenhaus ist gemeinsam mit den örtlichen Akteuren entwickelt worden. Neben einer Ausstellung über die Natur- und Kulturlandschaft der Elbmarschen findet der Gast Informationen über Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten und andere touristische Angebote entlang der Elbe. Die Außenfläche bietet neben Informationen auch Entspannung unter Apfelbäumen alter Sorten, eine Bandweidenkultur und viele Spiel- und Erlebnismöglichkeiten für große,kleine und "erwachsene" Kinder. Das Elbmarschenhaus verzeichnet jährlich ca. 10.000 Besucherinnen und Besucher. Hier werden außerdem kleine Sonderausstellungen gezeigt, die alle sechs Wochen wechseln. Es gibt eine rege Nachfrage von Vereinen sowie Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, so dass die Termine mehr als ein Jahr im Voraus ausgebucht sind. Der Eintritt in die Ausstellung und das Außengelände ist kostenfrei.

Organisation, Personal und Zusammenarbeit:

Die Integrierte Station Unterelbe im Elbmarschenhaus wird von einem breiten Bündnis der örtlichen Städte, Gemeinden und Verbände, des Kreises Pinneberg und des Landes Schleswig-Holstein getragen. Die Stationspartner sind das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), die Schutzgebietsbetreuung Haseldorf des Naturschutzbundes (NABU), der Verein Tourismus in Marsch und Geest, Holstein Tourismus e.V. und die Kreisjägerschaft. Neben der Stationsleiterin Edelgard Heim sind drei weitere MitarbeiterInnen des LLUR tätig. Im Elbmarschenhaus ist zudem der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit mehreren Mitarbeitern, Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Freiwilligen Ökologischen Jahr und Bundesfreiwilligendienst sowie der Verein Tourismus in Marsch und Geest tätig. Die Kreisjägerschaft Pinneberg verfügt über einen Ausstellungsraum, der in die Gesamtausstellung integriert ist. Die Öffentlichkeitsarbeit der Station und die Ausstellung im Elbmarschenhaus organisiert der gemeinnützige Verein Integrierte Station Unterelbe e. V.. Ihm gehören neben den Stationspartnern die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die Gemeinde Haseldorf, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Hetlingen, die Raiffeisenbank Elbmarsch und Privatpersonen an.

Die betreuten Gebiete:

Die Betreuung des Naturschutzgebietes Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland ist ein Arbeitsschwerpunkt des NABU im Elbmarschenhaus. Das Gebiet ist mit über 2.000 Hektar eines der größten Naturschutzgebiete in Schleswig-Holstein. Die Station ist in den holsteinischen Elbmarschen zwischen Wedel und dem Nationalpark Wattenmeer tätig. Einzelne betreute Gebiete wie die Holmer Sandberge liegen auch auf der angrenzenden Geest. Große Flächen entlang der holsteinischen Unterelbe sind Teil des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000 an die EU gemeldet worden und als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Die europäischen Schutzgebiete umfassen eine Fläche von fast 20.000 Hektar. Zusammen mit den von Niedersachsen und Hamburg gemeldeten Gebieten ist an der Unterelbe ein Großschutzgebiet von  mehr als 44.000 Hektar entstanden. Die Kooperation mit den benachbarten Bundesländern gehört zu den Aufgaben der Station. Die Schutzgebiete sind ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Zu den wichtigsten Vorkommen, die auch ausschlaggebend für die Meldung als Vogelschutzgebiet waren, zählen die Brutvorkommen von Rohrweihe, Wanderfalke, Rotmilan, Blaukehlchen und Wiesenvögeln wie Kiebitz und Uferschnepfe. Im Winterhalbjahr erreichen die Rastbestände von Nonnengans, Graugans, Krickente und Zwergmöwe internationale Bedeutung. Seit einigen Jahren brüten auch wieder Seeadler an der Elbe. In der Elbe und ihren Nebengewässern gibt es wichtige Vorkommen von Fluss- und Meerneunauge, den Fischen Finte, Schlammpeitzger, Rapfen und anderen Fischarten. Im Bereich der Tideelbe gibt es mit dem Schierlings-Wasserfenchel und der Wibels Schmiele zwei endemische Arten, das heißt, dass sie weltweit nur hier vorkommen. Unter den zahlreichen Lebensraumtypen der europäischen NATURA 2000-Richtlinien ist der Lébensraumtyp Ästuar am bedeutendsten. Die Elbe ist eines der größten und wichtigsten Ästuare in Schleswig-Holstein. Es gibt aber auch wichtige Vorkommen der Auwälder. Die Flachland-Mähwiesen werden in den Elbmarschen durch die Schachblume charakterisiert. In den Wiesen bei Hetlingen blühen Ende April ca. Hunderttausend dieser Lilienart und bilden das drittgrößte deutsche Vorkommen.

Maßnahmen und Erfolge:

Die intensive Kooperation aller Beteiligten hat bereits zahlreiche wichtige Naturschutzmaßnahmen ermöglicht:
Auf dem Twielenflether Sand (Teilgebiet des Naturschutzgebietes Haseldorfer Binnenelbe) konnte durch den Abbau eines Siels der Tideeinfluss auf 100 Hektar Vorlandfläche wiederhergestellt werden. Zusätzlich werden Entwässerungseinrichtungen aufgehoben, so daass die Flächen für Wiesenvögel optimale Bedingungen aufweisen.
In den Holmer Sandbergen konnten auf 15 Hektar offene Binnendünen wiederhergestellt werden. Hier wird in hervorragender Zusammenarbeit mit der Gemeinde Holm das Aufkommen von störenden und gebietsfremden Gehölzen unterbunden. Die offenen und warmen Sandbereiche bieten Lebensraum für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.
Umfangreiche Maßnahmen wurden zur Verbesserung des Wasserhaushalts durchgeführt (u. a. durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg als Ausgleichsmaßnahme für die letzte Elbvertiefung). Die extensive Nutzung der Grünländer durch örtliche Landwirte trägt ebenfalls zum Erhalt und Entwicklung der Flächen für Wiesenvögel und spezialisierte Pflanzenarten wie zum Beispiel den Großen Klappertopf bei. Die touristische Entwicklung ist vor allem auf Tagesgäste aus der Metropolregion ausgerichtet. Zahlreiche Werbeaktionen, neue und verbesserte Angebote und eine ständige Medienpräsenz haben dazu geführt, dass die Gästezahlen und die dadurch ausgelösten Umsätze in der Region angestiegen sind.


Besonders fruchtbar ist die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Tourismus bei der Förderung des Naturerlebens:
Das jährliche Schachblumenfest in Hetlingen hat sich bereits zur festen Einrichtung entwickelt und lockt jährlich bis zu 5.000 Besucher in die Marsch. Besonders bemerkenswert ist die Vorsicht und Disziplin der Besucher, die direkt auf die Schachblumenwiesen gehen dürfen und nur sehr geringe Schäden verursachen.
Die Holsteiner Apfeltage werden von der Station gemeinsam mit den Obstbauern der Region durchgeführt. Der Obstgarten Haseldorf mit seinen fast 200 verschiedenen Obstsorten gehört zu den besonderen Anziehungspunkten. Es handelt sich um die einzige frei zugängliche Sammlung alter Sorten iin dieser Größenordnung in Deutschland. Hier darf im Herbst kostenfrei das Obst für den Eigenbedarf gepflückt und der Geschmack alter Sorten genossen werden.
In Kooperation mit dem Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek wurden vor einigen Jahren 20 Natur- und LandschaftsführerInnen ausgebildet. Darauf aufbauend wurde ein vielfältiges Erlebnisangebot, u. a. für Schulen und Kitas entwickelt.

Kontakt:

Integrierte Station Unterelbe im Elbmarschenhaus
Hauptstraße 26
25489 Haseldorf
Tel. 0 41 29 / 955 49-0, Fax -20


www.elbmarschenhaus.de

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10 – 16 Uhr