Weiden

Grundinformationen:

Die Weide ist ein Gehölz mit Blättern. Es gibt sie als Baum oder auch als Strauch. Es gibt von ihr ungefähr 450 verschieden Arten. Manche Arten sind Bäume, die manchmal bis zu 30 Metern hoch wachsen können. Es gibt unter ihnen aber auch Sträucher, die nur drei Zentimeter groß werden. Weidenbäume wachsen im Vergleich zu anderen Bäumen sehr schnell. Sie leben aber auch nicht so lang wie viele andere Bäume. Sie werden meist nicht älter als 80 Jahre. Weiden haben sehr kräftige Wurzeln. Dadurch ist die Erde sehr fest. Die Blätter von Weiden sehen sehr unterschiedlich aus. Manchmal sind sie kreisrund und manchmal auch sehr schmal. Oft sind die Blätter hellgrün. Sie haben auch meistens kleine Haare an ihrer Unterseite. Oftmals werden Weiden von Bienen und auch anderen kleinen Tieren aufgesucht. Diese Tiere sammeln den Nektar der Weide. Das Holz einer Weide ist weiß oder rötlich. Man kann die Zweige auch gut biegen. Daher kommt der Name Weide. Es ist ein Wort aus dem alten hochdeutsch. In heutigem deutsch bedeutet dieses Wort „die Biegsame“. Weil die Zweige so biegsam sind, kann man aus manchen Weiden zum Beispiel Körbe flechten. Weiden blühen häufig schon im März. Hier kommt es auf die Art an. Es gibt auch Weidenarten, die erst im Mai oder Juni blühen. Die Blüten nennt man Kätzchen. Der Samen von Weiden wird durch den Wind verbreitet. Man kann die Borke der Weide trocknen und Tee damit aufbrühen. Die Blätter können benutzt werden um das Vieh auf dem Bauernhof zu füttern. Außerdem wird das Holz verwendet, um daraus Möbel herzustellen. Oder es wird verbrannt um Energie herzustellen. Früher gab es einen Beruf, der hieß Bandreißer. Viele Menschen in der Marsch waren Bandreißer. Sie haben aus Weidenruten Reifen hergestellt. Diese Reifen sollten Fässer zusammenhalten. Besonders für Butterfässer war es wichtig, dass die Reifen nicht aus Eisen bestanden. Das Eisen hätte nämlich rosten können und dann wäre die Butter ranzig geworden. Im Kreis Pinneberg gibt es das Bandreißerdorf Hetlingen. Hier gibt es auch ein Denkmal, das an die Bandreißer erinnert.

Die Weidenart, die bei uns am meisten vorkommt, heißt Silberweide. Sie heißt so, weil ihre Blätter ein wenig silberfarben aussehen. Das liegt an den Härchen an der Unterseite. Sie hat recht schmale Blätter. Die Silberweide kann bis zu 30 Meter hoch werden. Der Stamm wird bis zu einen Meter dick. Die Silberweide hat eine dunkelgraue Rinde. Im April oder im Mai kann man die Blüten sehen.
Die Silberweide hat es gern warm und hell. Sie wächst an Seen und an Bächen. Hauptsache es ist Wasser in der Nähe. Es gibt viele alte Weidenbäume, die hohl sind. Viele Tiere verstecken sich darin.

Weiterführende Informationen:

Weiden sind Laubgehölze, die als Bäume oder auch als Sträucher wachsen können. Von ihnen existieren etwa 450 Arten. Manche werden bis zu 30 Meter hoch, es gibt hier aber auch Arten, die nur eine Höhe von drei Zentimetern erreichen. Im Vergleich zu anderen Bäumen sind sie schnellwüchsig, haben aber eine kürzere Lebensdauer. Die Lebenserwartung einer Weide liegt bei ungefähr 80 Jahren. Dadurch, dass Weiden ein sehr kräftiges Wurzelwerk besitzen, sorgen sie für ein sehr festes Erdreich. Die Blätter dieser Bäume und Sträucher sehen von Art zu Art sehr unterschiedlich. Es gibt kreisrunde Blätter, aber auch längliche Blätter. Sie haben sehr häufig eine hellgrüne Farbe und besitzen kleine Härchen an ihrer Unterseite. Die Weiden werden häufig von Bienen und anderen Insekten aufgesucht, die sich auf Nahrungssuche befinden und hier den Nektar sammeln.

Das Holz der Weide hat eine weiße oder rötliche Farbe und sehr biegsame Zweige. Aus diesem Grund hat sie auch ihren Namen bekommen. Der Begriff „Weide“ kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet übersetzt „die Biegsame“. Die Zweige mancher Arten werden aufgrund der Biegsamkeit ihrer Zweige häufig zum Flechten von Körben verwendet. Meistens wird hierzu die Korbweide benutzt.

Je nach Art blühen Weiden häufig schon im März. Allerdings gibt es auch Arten, die erst im Mai oder Juni blühen. Die Blüten werden hier als Kätzchen bezeichnet. Die Verbreitung des Samens der Weide erfolgt durch den Wind. Die Weide wird aber auch noch für andere Zwecke außer dem Körbeflechten verwendet. Aus der Borke lässt sich zum Beispiel Tee herstellen. Das Laub wird außerdem auf Bauernhöfen als Viehfutter benutzt. Weiterhin ist das Holz der Weide für den Möbelbau geeignet oder es wird zur Energiegewinnung verbrannt.

Es gab früher auch sogar einen Beruf, der sich der Weide verschrieben hat. Die Menschen, die diesen Beruf ausübten bezeichneten sich als Bandreißer. In der Marsch lebten viele dieser Bandreißer. Sie stellten aus den Weidenruten Reifen her, die dazu verwendet wurden, Fässer zusammenhalten. Für manche Produkte, wie zum Beispiel Butter war es wichtig, dass die Reifen aus Weidenholz bestanden und nicht aus Eisen. Das Eisen hätte rosten können und hätte so dafür gesorgt, dass der Inhalt des Fasses verdirbt.

Das Dorf Hetlingen in unserem Kreis Pinneberg wird noch heute als „Bandreißerdorf“ bezeichnet. Das Dorf trägt Weidenbäume im Wappen. Hier erinnert auch noch ein Denkmal an diesen inzwischen ausgestorbenen Beruf. Es gibt hier auch eine Straße namens „Bandrieterstroot“ was in Hochdeutsch „Bandreißerstraße“ bedeutet.

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